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Hommage zum 70. Geburtstag von Helmut Walter
 
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15.06.2005 

 



Wer im Raum Köln regelmäßig an Laufwettbewerben teilnimmt, kennt Helmut Walter, ein Urgestein der Kölner Laufszene. Seit über 26 Jahren ist der Kölner Architekt auf Strecken von 10 km bis Marathon unterwegs. 1994 hat sich Helmut auf dem Renn-steig auch auf der Ultradistanz bewährt, was aber ebenso wie die Teilnahme an einem Triathlonwettbewerb eine singuläre Episode ohne Spätfolgen blieb.


 
 

Helmut ist weder Marathonsammler noch Kilo-meterfresser. Drei Laufeinheiten pro Woche mit insgesamt 35-40 km sind das normale Pensum, mit dem er sich fit hält. Mit Wettkämpfen bringt er sich in Form. Insbesondere in den achtziger und neunziger Jahren ist Helmut keinem Wett-kampf in den regionalen Volksläufen aus dem Weg gegangen. Mit den Jahren ist Helmut allerdings etwas ruhiger geworden, hat sich aber noch lange nicht aus der Szene zurück-gezogen. 2-3 Marathons und etliche Wett-kämpfe auf der Unterdistanz kommen pro Jahr noch immer zusammen. In der Klasse M70 will es Helmut jetzt noch einmal wissen. Über alle Wettkämpfe führt Helmut Buch, und sein Archiv von Ergebnislisten und Urkunden füllt zahlreiche Ordner. Das Archiv ist ihm eine Motivationshilfe, wenn es mal unrund läuft.

Bereits als Jugendlicher lief Helmut leistungsorientiert auf der Mittelstrecke. Als Erwachsener spielte Helmut viele Jahre wettkampfmäßig Badminton. Aber erst als seine beiden Söhne nicht mehr für die sonntäglichen Familienspaziergänge zu begeistern waren, fand die ganze Familie 1979 zum Laufen als gemeinsames Hobby. Über mehr als 10 Jahre war die Familie fast an jedem Wochenende bei einem Laufwettbewerb anzutreffen. Die laufverrückte Familie Walter war neben der Familie Lennartz stadtbekannt. Die Begeisterung für das Laufen haben sich übrigens alle Walters bis heute erhalten.

 

Bei seinem ersten Marathon lief Helmut 1985 in Duisburg sogleich seine Bestzeit von  3:46. Inzwischen schaut Helmut auf 40 Marathons zurück, und die Karriere dauert noch an! Helmuts Vorliebe gilt den Städtemarathons, von denen er in Deutschland fast alle großen gelaufen ist. Der Köln-Marathon gehört selbst-verständlich zum Pflichtprogramm. Fernseh-popularität erreichte Helmut mit seiner Frau Heide im Jahre 2003, als der WDR das Paar im Rahmen des Köln-Marathons ausführlich porträtierte und nach dem Lauf auch noch im Studio vorstellte. Weitere Höhepunkte seiner Läuferkarriere waren die Marathons von New York, ein Geschenk seiner Familie zu seinem 60. Geburtstag sowie die Läufe in Paris, seiner Lieblingsstadt, und in Prag, wo Helmut aufgewachsen ist.

Um Helmut zu treffen, sind die Chancen besonders hoch jeweils am Dienstag und am Donnerstag, wenn er mit seiner Frau Heide am Poller Rheinufer trainiert. Wenn keine Wettkämpfe anstehen, trainiert er an den Wochenenden am liebsten mit einer Gruppe von Freunden im Königsforst. Das gemeinsame Laufen, die Gespräche mit den Freunden und die Geselligkeit nach dem Laufen sind sein Elixier, das ihn jung hält und den alltäglichen Stress zu verarbeiten hilft.



Zu Helmuts 70. Geburtstag hat seine Familie wieder eine Überraschung vorbereitet. Als eigenes Geschenk möchte Helmut den Mittelrhein-Marathon laufen, der auf der Strecke von Oberwesel nach Koblenz erstmals veranstaltet wird. Vorher muss Helmut aber noch eine hartnäckige Achillessehnenreizung auskurieren. Hierzu wünschen wir ihm viel Erfolg und darüber hinaus noch viele weitere schöne Läufe!

Helmut, mr han Dich jän, maach wigger esu und bliev, wie De bes, anderes wörste nit uszehaale! Ding Fründe





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Autor und Copyright: Karlheinz Kellert